Presse-Mitteilungen

Juni 2019

DEIN MASS – Nachhaltigkeitsausstellung im Kirchengarten auf der Bundesgartenschau Heilbronn

Was braucht man wirklich für ein gutes Leben? Und wie viel von den Gütern dieser Erde darf jede und jeder dafür nutzen? Zwei von vielen Fragen, die bei der Ausstellung „DEIN MASS – Nachhaltigkeitsausstellung im Garten der Kirchen“ der Evangelischen Jugendarbeit vom 24. Juni bis 14. Juli im Kirchengarten auf der Bundesgartenschau Heilbronn thematisiert werden.

Ein großes Modell visualisiert die auf unserer Erde zur Verfügung stehenden Ressourcen und deren Verbrauch. Eingeladen wird zum Mitmachen, Nachdenken und zum Austausch mit anderen. Zum Beispiel gerade über das richtige Maß:  Von nichts zu viel, von allem das richtige  Maß! So lautet die einfache und praktische Regel, damit für alle Menschen das  Leben gut ist. Doch was ist das richtige Maß? Warum wird die Regel so oft missachtet? Warum nehmen sich wenige viel mehr als sie brauchen?

 

Mai 2019

Zukunft ohne Hunger ist möglich!

Bernhard Walter, Experte für weltweite Ernährung von Brot für die Welt, hält am Samstag, 18. Mai, um 18 Uhr einen Vortrag auf der Bühne im Kirchengarten im Areal der Bundesgartenschau Heilbronn. Der Experte spricht über Ernährungssicherheit und globale Landwirtschaft. Eine seiner Aussagen: Die Familienlandwirtschaft muss stärker anerkannt werden. Denn Familienbetriebe produzierten heute weltweit etwa 80 Prozent der globalen Nahrungsmittel.

Welche Auswirkungen die internationalen Agrarmärkte auf die globale Ernährungssicherheit haben ist ein weiteres Thema des Abends. Welche Zusammenhänge gibt es? Können wir durch unser eigenes Konsumverhalten Einfluss nehmen auf diese Märkte? Wie können wir die Ernährungssouveränität in den Ländern des Südens stärken?

Viele Fragen zu einem komplexen und vielschichtigen Thema, das Bernhard Walter als Experte von Brot für die Welt beleuchten wird.

 

Der Gaffenberg mitten im BUGA-Areal – Kindernachmittag und Konzert im Kirchengarten

„Einmal Gaffenberg, immer Gaffenberg: Das ist fast so etwas wie ein Naturgesetz im Unterland. Wer jemals bei einer Kinderfreizeit im evangelischen Walderholungsheim dabei war, der kehrt dorthin zurück. Sei es als Teilnehmer, als Betreuer oder als Besucher!“ – so steht es in einem begeistert formulierten Text, der in diesem Jahr eine zusätzliche Variante erfährt: Der Gaffenberg kommt auf die BUGA! Und dies am Samstag, 11. Mai, zwischen 15 und 22 Uhr. „Wir lassen im Kirchengarten auf der Bundesgartenschau die geliebten Freizeiten aufleben und bringen alles mit, was den Gaffenberg ausmacht: Verkleidete Onkel und Tanten, gemeinsames Spielen und Toben“, verspricht Oberonkelin Jugendpfarrerin Stefanie Kress. Für Eltern und Kindern bietet sich auch Gelegenheit, den Gaffenberg kennen zu lernen. Vorgesehen ist zwischen 15 und 17 Uhr ein Kinderprogramm, zwischen 18 und 22 Uhr füllen die Gaffenberg-Bands beim Konzert „Battle of the Bands“ das Gelände mit Musik und Tanz. Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de sowie auch auf Facebook und Instagram.

 

April 2019

“Heiße“ Angelegenheit am Kirchengarten: Glockenguss lockte viele Gäste

Rund 5.000 Veranstaltungen bietet die Bundesgartenschau in Heilbronn bis Oktober. Eine davon, gleich am zweiten Tag dieses großen Ereignisses, bleibt einmalig: Der Guss einer Glocke. Zahlreiche Gäste und Interessierte hatten sich zu dieser „heißen“ und sicher sehr seltenen öffentlichen Prozedur beim Kirchengarten des ökumenischen Projektes „Kirche auf der BUGA“ eingefunden, um dem Schwäbisch Haller Glockenbauer Peter Glasbrenner – mit etwas sicherem Abstand – bei seiner Tätigkeit über die Schulter zu schauen.

Ein seltenes Ereignis im Freien, da die meisten Glocken sehr aufwändig in einer Glockengießerei gegossen werden. Doch für  Glockengießer Peter Glasbrenner ist dies kein Neuland. Seine über dreißigjährige Erfahrung konnten die Anwesenden bei jedem Schritt der letzten gusstechnischen Vorarbeiten und natürlich auch beim Bronze-Guss nachvollziehen – verfolgt von interessierten Blicken. Einige Stunden vor dem Guss hatte Glasbrenner mit Unterstützung seines Freundes Jan Maier den ölbeheizten Schmelzofen und die dreiteilige Form, bestehend aus Kern, falscher Glocke und Mantel aufgestellt, die Barren aus Bronze und Zinn bereitgelegt und die Gussform im unteren Bereich mit Gips zur Vorsicht abgedichtet. Etwa eine Stunde vor dem Guss wurden die Barren zum Schmelzvorgang in den Ofen verfrachtet. Bei einer Temperatur von zirka 1150 Grad Celsius konnte der Guss beginnen.

Neugierig bestaunt wurde der knapp zweiminütige, schweißtreibende Gussvorgang, präzise und gekonnt ausgeführt. Rund 45 Kilogramm schwer ist die BUGA-Glocke „Leben schmecken – Sentire vitam“, ihr Durchmesser wird bei etwa 42 cm liegen. Karfreitag ruht der Guss, die Glocke kühlt ab. Am Karsamstag wird sie aus der Form geholt und gereinigt – und erst dann kann man erkennen, ob der Guss erfolgreich war und wie die Glocke klingt. „Nach der Glockenweihe am Samstag um 14 Uhr wird sie auf den Glockenturm im Kirchengarten montiert. Erstmals zum Gottesdienst rufen wird sie am Ostersonntag, danach zu allen Gottesdiensten, Mittagsimpulsen und Abendgebeten“, nennt Peter Seitz von der Projektleitung „Kirche auf der BUGA“ die weiteren Schritte und Nutzung der Glocke.

Informationen zum gesamten Veranstaltungsangebot sowie den Aktivitäten von „Kirche auf der BUGA“ – darunter auch Glockengießen – finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de sowie auch auf Facebook und Instagram.

 

Bischöfe weihen gemeinsam den Kirchengarten des ökumenischen Projektes „Kirche auf der BUGA 2019“ ein  

„Hier werden sich während der BUGA Menschen begegnen, um miteinander zu beten und Gottesdienst zu feiern. Hier wird Begegnung möglich. Begegnung von Gott und Mensch und zwischen Menschen. Hierher dürfen wir alles bringen, die Sorgen und Nöte, aber auch unsere Freude und unseren Dank. Das, was wir bringen, verbindet sich mit dem Himmlischen, das Gott schenkt: mit Trost und Verheißung“. Mit diesen Worten schloss Dr. Gebhard Fürst, Bischof der Katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart, seine Ausführungen bei der Einweihung des Kirchengartens des ökumenischen Projektes „Kirche auf der BUGA“, die er gemeinsam mit Dr. h.c. Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, vornahm. Gesegnet wurde im Rahmen der Eröffnung ein neu geschaffenes Vortragekreuz der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, das geschaffen wurde nach dem Entwurf des verstorbenen Heilbronner Glaskünstlers Raphael Seitz. Dieses Ökumene- oder Versöhnungskreuz wird nach der BUGA weiter bei ökumenischen Anlässen genutzt, zudem wird es wechselweise als Zeichen der ökumenischen Verbundenheit im gemeinsamen Glauben an den dreieinen Gott aufgestellt. Getragen wird der Kirchengarten unter dem Motto „Leben schmecken“ und dem vom Heilbronner Künstler Peter Riek geschaffenen Symbol der Löffelblume von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Heilbronn, in der katholische, evangelische und evangelisch-methodistische Gemeinden, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die syrisch-orthodoxe Gemeinde Mor Ephräm sowie die Gemeinden der Neuapostolischen Kirche zusammen arbeiten.

In ihrer gemeinsamen Ansprache gingen Bischof Fürst und Landesbischof July auf verschiedene Elemente des Kirchengartens ein. Wie die Einrahmung des Kirchengartens. Mauern hätten oft etwas Abschreckendes an sich, sie setzten Grenzen. Wie zwischen Ost und West oder aktuell die Grenze zu Mexiko. An Mauern könnten Menschen straucheln und scheitern, die Einrahmung, die den Kirchengarten umgebe, wolle etwas Anderes, unterstrich Bischof Fürst: „Hier, hinter den Mauern, verbirgt sich ein besonderer Schatz. Der Kirchengarten ist angelegt, als hortus conclusus. Gärten, die auf diese Weise gestaltet sind, sind besondere Zufluchtsorte, die eine fast mystische innere Schönheit ausstrahlen. Sie bieten symbolisch Schutz vor der unbekannten Welt, die außerhalb des Gartens liegt und nähren gleichsam Körper und Seele. Der Kirchengarten soll ein Zufluchtsort sein, der Frieden stiftet und Ruhe ermöglicht“.

Das Paradiesgärtlein mit seinen sieben Hochbeeten setzte Bischof Gebhard Fürst in Bezug auf die sieben Schritten, mit denen Gott die Welt erschaffen hat: Licht und Finsternis/Wasser und Land/Tag und Nacht/Fische und Vögel/Tier und Mensch/Ruhe und Vollendung. Zum Paradiesgarten gehörten auch die Bäume, fügte Landesbischof July hinzu. Hier seien es Apfelbäume – die auch eng zur schwäbischen Identität gehörten: „In Zeiten der Hungersnot verbreiteten sie sich durch Königin Katharina hier bei uns in Württemberg und wurden zur wichtigen Ernährungsgrundlage. Eben stehen die Bäume in voller Blüte – „Blühendes Leben“! Am Ende der Bundesgartenschau werden wir zum Erntedankfest dann die Früchte ernten können und „Leben schmecken“.

Zur Löffelskulptur meinte Landesbischof July: „Ein Künstler hat einen ganz besonderen Baum mitten in den Garten gestellt. Er stellt ihn als großen Löffel dar. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass Gott allen Menschen Leben und Nahrung schenkt. Der Baum erinnert mich an den Baum der Erkenntnis aus dem Paradiesgarten. Um ihn windet sich eine Schlange – wie damals im Garten Eden. Sie ist Symbol für eine Versuchung. Für die Versuchung, dass wir das, was Gott uns schenkt, nicht miteinander teilen, sondern als Einzelne immer mehr anhäufen – während andere leer ausgehen.“

Beim Symbol Kreuz ging Bischof Fürst einen Vergleich ein: „Dem Garten Eden steht ein zweiter Garten der Bibel gegenüber: der Garten Gethsemane. Am morgigen Gründonnerstag erinnern die Christen an das Geschehen im Garten Gethsemane, einem Ort der Gegensätze, wie sie größer nicht sein könnten. Ein Ort der Ruhe und des Gebets, ein Ort größter Not und Verlassenheit, ein Ort der Gottesferne und  zugleich der spürbaren Nähe Gottes. Im Garten Gethsemane sucht der Mensch nach Gott und ruft nach seiner Hilfe. Gott, wo bist Du? Wo bist du, wenn ich leide? Die Antwort finden wir als Christen ebenfalls im Symbol des Kreuzes.“ Und fügte hinzu: „Christus hat selbst gelitten, so schlimm, wie Menschen leiden. An Karfreitag hing er am Kreuz. Das bedeutet, Gott ist in die tiefste Tiefe, die dunkelste Dunkelheit des Menschen hinabgestiegen. Er sucht und findet uns, wenn wir ganz unten sind. Unser menschlicher Lebenspfad und Gottes Pfad, sie kreuzen sich. Gerade dann, wenn wir das Gefühl haben, alleine zu gehen. Dort wo sich die Wege kreuzen, stehen wir“.

Die Wasserschale im Kirchengarten, so Landesbischof July, erinnere ihn an die Taufe. Auch das Wasser der Taufe mache uns neu, frisch und quicklebendig! Es sei ein Zeichen dafür, dass Gott uns Leben in Fülle schenkt. Dass alles von uns abfällt, was uns daran hindere: „Dass wir zum Leben und zur Liebe geschaffen sind. Dass wir zu Gott gehören, der uns aufblühen lässt“. Und an den großen, einladenden Tischen könnten sich Menschen versammeln, Gemeinschaft teilen, miteinander essen, Leben schmecken. Auch hier erinnerte er sich an ein Sakrament unseres Glaubens: „Gott ruft uns an seinen Tisch, lädt alle ein – auch die, die sonst selten auf einer Gästeliste stehen. Am Tisch des Heiligen Abendmahls schenkt sich Christus uns selbst. Er macht uns zu Geschwistern. Er stärkt uns für unser Leben“.

Angesprochen hat Landesbischof July auch die dominierende Farbe Weiß im Kirchengarten: „Weiß steht dafür, dass im Kirchengarten jeder willkommen ist. Jeder kann seine eigene Farbe miteinbringen. Hier kann jeder aufblühen. Und alle Farben passen hinein. So wird der Kirchengarten bunt! Und wir können Leben schmecken.“

Der Kirchengarten, gestaltet nach einem Entwurf der Bad Friedrichshaller Landschaftsarchitektin Cornelia Biegert und ihrem Team, schärft  mit seinen Symbolen und durch seine Gestaltung das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung. Rund 1700 Pflanzen lassen im Garten die Natur spürbar und nutzbar werden, zwei Wege, die ein asymmetrisches Kreuz bilden, erschließen barrierefrei den spirituellen Garten. Große hölzerne Tische zum gemeinsamen Gespräch oder Essen, eine flache Wasserschale aus Cortenstahl, die ein Ort der Meditation und ruhiger Gespräche sein kann, sowie eine Glocke sind wesentliche gestalterische Elemente, die die christliche Botschaft aufgreifen. Ergänzt werden diese um skulpturale Objekte, wie einer interaktiven Orgelpfeifen-Installation oder einer knapp vier Meter hohen Löffelskulptur das Karlsruher Bildhauers Hans Wetzl. Ein Zentrum des Gartens bildet eine überdachte Bühne. Dazu kommen aus dem Atelier von Peter Riek eine Tafelwand, auf der Wünsche geschrieben oder angebracht werden können, Bänke und Hocker, Pflanztröge, ein Portal, der Glockenturm sowie eine Kerzenwand mit farbigen Gläsern – eine Anlehnung an die Farbigkeit von Kirchenfenstern. Auf allen Elementen eingefräst das Symbol der Löffelblume.

Mit ihrem Programm bereichert „Kirche auf der BUGA“ das große Angebot der Bundesgartenschau mit engagierten Impulsen und  Akzenten im Sinne des Mottos „Leben schmecken“. Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ sowie das detaillierte Programm finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de. Auch auf Facebook und Instagram werden die Aktivitäten begleitet.

 

Leben schmecken“ – BUGA-Eröffnungsgottesdienst in der Kilianskirche im Zeichen des Löffels

„Was hat denn ein Löffel mit der Bundesgartenschau in Heilbronn zu tun?“ Diese Frage stellte Landesbischof Dr. h.c. Frank Otfried July, Evangelische Landeskirche in Württemberg, in den Mittelpunkt seiner Predigt beim ökumenischen Gottesdienst zur Eröffnung der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn. Bischof Dr. Gebhard Fürst, Diözese Rottenburg-Stuttgart, sprach die besondere Verantwortung des Menschen für die Schöpfung an, eine Verantwortung, die wir nicht nur für uns, sondern auch für die nachfolgenden Generationen hätten. Er zeigte sich dabei erfreut, dass die Jugend aktiv werde und erwähnte in der bis auf den letzten Platz besetzten Kilianskirche auch das Treffen zwischen der jungen Klimaaktivistin Greta Thunberg und Papst Franziskus.

Gemeinsam im Zwiegespräch mit den Kindern des Katholischen Kindergartens Heilig Kreuz in Heilbronn-Böckingen sowie des evangelischen Familienzentrums Schillerstraße Heilbronn wurde am Beispiel kindlich gestalteter Löffel das Thema „Leben schmecken“ des Kirchenauftritts auf der Bundesgartenschau bunt und dennoch tiefsinnig besprochen, oder, wie es Bischof Gebhard Fürst einleitend ansprach: „Gemeinsam wollen wir dem Leben auf die Spur kommen, wollen wir verkosten, wie uns Gott in seiner Schöpfung nahe ist“.

Löffel, wohin das Auge in der Kilianskirche fiel: Von Kindern bunt und liebevoll bemalt, als Löffelblume auf dem Liedblatt. Der Löffel, das Symbol des Kirchengartens des ökumenischen Projektes „Kirche auf der BUGA“ mit dem zum Nachdenken verleitenden Motto „Leben schmecken“. Wie formulierte Landesbischof July mit Hinweis auf den Slogan der Bundesgartenschau: „Blühendes Leben, das ist das Motto der Bundesgartenschau und bildet den Anfang. Jetzt im Frühling sehen wir es überall, auf Wiesen und an Bäumen: alles beginnt mit der sich langsam öffnenden Blütenknospe. Wenn die Blütenblätter welken und herunterfallen, wandelt sich das Bild. Und am Ende der Bundesgartenschau wird es soweit sein, wir werden Früchte ernten können. Und gemeinsam Leben schmecken. Blühendes Leben – Leben schmecken, da ergibt sich ein Bogen. Von der Eröffnung im Frühling bis zum Abschluss mit dem Erntedankfest“.

Im Stadt- und Landkreis Heilbronn haben sich viele Kindergärten in den vergangenen Monaten besonders mit dem Thema „Leben schmecken“ beschäftigt. Und ihre Gedanken dabei spielerisch auf große Holzlöffeln einer Aktion von „Kirche auf der BUGA“ aufgebracht.  Zum Beispiel mit Fingerabdrücken,  „da sind auch Obst und Tiere und Blumen dabei“. Und alle haben an der bunten und lebendigen Gestaltung mitgewirkt, denn „der Löffel war in allen Gruppen und wir haben ihn zusammen bunt gemacht“.

Ein Stichwort, das der Landesbischof aufgriff: „Unser Leben ist bunt! Und Gottes Familie ist bunt! Jeder, jede von uns bringt seine und ihre Farbe ein. Alle gehören dazu. Und erst wenn alle einen Platz haben, wird es richtig farbenfroh und schmackhaft! Auch die BUGA soll die Farbenvielfalt der Schöpfung zeigen! Nicht nur in den farbenfrohen Blumenbeeten. Sie ist ein Fest des Friedens. Sie ist für alle offen. Hier können wir einander begegnen. Denn nur gemeinsam können wir Leben schmecken“.

Auf einen weiteren gestalteten Löffel eingehend, der zeigte „was für uns Kinder wichtig ist und welche Zutaten wir Menschen zum Leben brauchen“ betonte Landesbischof July: „Die BUGA zeigt uns, wie wir für alle Kinder dieser Erde eine Zukunft möglich machen können. Sie zeigt, was wichtig ist, um die Natur zu schützen. Damit auch in Zukunft alle Menschen Leben schmecken können. So freuen wir uns während der BUGA an Gottes Schöpfung – aber auch, mit wie viel Kreativität Menschen neue Gärten und Lebensmöglichkeiten gestalten können!“

Seine Freude, an dem besonderen Ereignis dieser Eröffnung teilhaben zu dürfen, drückte Bischof Gebhard Fürst aus: „Denn das, was wir hier sehen und das, was hier wächst und noch wachsen wird, ist mehr als der perfekte grüne Daumen der hier am Werk war und noch weiterwirken muss. Das, was hier gedeiht, ist auch mehr, als die geschickte Inszenierung perfekter Natur. Und doch ist die so schön gestaltete Landschaft mit der üppigen Pracht der Blumen und Pflanzen ein irdisches Schau-Fenster hinein in einen paradiesisch schönen Garten. Ein Schau-Fenster hinein in eine paradiesische Wirklichkeit, die wir Menschen selbst zwar verloren haben, die aber da und dort zum Vorschein kommt: im Erleben von Schönheit – Ordnung – Lebendigkeit und Frische – Fruchtbarkeit: von freudiger Begegnung…“

Die gestaltete Natur, die hier so eindrucksvoll dargestellte Verbindung der Elemente Erde, Wasser, Luft, ist das, was uns an einer Gartenschau reize. Dies wecke unsere Sinne, all das inspiriere uns, die Natur im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Bischof Fürst wörtlich: „Ein Garten als Kontinuum der großen Geschichte Gottes mit den Menschen: Am Anfang der Zeit, so der Mythos unseres Glaubens, stand ein Garten, der gut war, in dem es wimmelte vor Leben. In diesen Garten setzte Gott die Menschen und gab ihnen sprechende Namen: Adam – Mensch geformt aus Erde, und Eva, übersetzt: die am Leben bleibt. Was für ein Zeichen liegt allein in diesen Namen: Mensch. Am Leben bleiben“. Gott lasse uns Menschen teilhaben an seiner Sorge um die Schöpfung. Gerade das sei das Besondere in der Beziehung zwischen Gott und den Menschen, dass wir sie, seine Geschöpfe mit Gott, dem Schöpfer mitdenken, mitplanen und mitwirken können und dürfen.

Auch stellte Bischof Fürst einen aktuellen Bezug her: „Gott überträgt den Menschen eine besondere Verantwortung für die Schöpfung. Diese Verantwortung übernehmen wir nicht nur für uns, sondern auch für die nachfolgenden Generationen. Mit den „Fridays For Future“, weist uns die junge Generation gerade regelmäßig auf unsere Verantwortung für die Schöpfung hin. Denn vor allem die nachfolgenden Generationen werden die Leidtragenden des Klimawandels sein und für die Fehler der vorhergehenden Generationen büßen müssen“. In dieser Verantwortung wären wir aufgefordert, die Schöpfung zu bewahren und der Natur dankbar das zurückzugeben, was sie uns schenkt, betonte Bischof Fürst: „Dankbarkeit erweisen wir im schöpfungsfreundlichen Handeln. Durch einen Lebensstil, der Natur, Umwelt und Klima nicht zerstört, der Gottes Schöpfung dort heilt, wo sie von uns Selbstherrlichen verletzt ist. Denn die Fürsorge des Schöpfergottes gilt nicht nur dem Menschen, sondern der gesamten Schöpfung: So ist der Mensch nicht „shareholder, Teil-Haber, sondern Treuhänder der Schöpfung.“ Das könnten wir von einer Garten-Schau lernen.

An der Liturgie beteiligt waren neben den beiden Bischöfen Pfarrerin Esther Sauer, Evangelische Projektleitung, Peter Seitz, Katholische Projektleitung, Pastor Martin Grawert, Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Elyas Gelen, Syrisch-orthodoxe Kirche, Bernd Werner, Neuapostolische Kirche, Pastor Tilmann Sticher, Evangelisch-methodistische Kirche. Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Chor am Deutschordensmünster Heilbronn, dem Bach-Chor Kilianskirche Heilbronn sowie dem Streichorchester Collegium Musicum Kilianskirche und Bläser.Leitung und Flügel KMD Stefan Skobowsky, Kantor an der Kilianskirche, Orgel KMD Michael Saum, Kantor am Deutschordensmünster.

 

Februar 2019

Arbeitskreis Christlicher Kirchen sucht Spender für Ökumenekreuz

Ein wichtiges Zeichen der ökumenischen Zusammenarbeit soll es werden, das achte Ökumenekreuz, dessen Entwurf vom bekannten Heilbronner Glaskünstler Raphael Seitz stammt und dessen erstes 1989 im Auftrag der ACK Köln als “Versöhnungskreuz” geschaffen wurde. Anfertigen lassen möchte es der Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) Heilbronn, zunächst als ein Zeichen der ökumenischen Zusammenarbeit bei Gottesdiensten von „Kirche auf der BUGA 2019“, später soll es bei ökumenischen Gottesdiensten und Aktionen durch die Heilbronner Gemeinden wandern. Wie so oft besteht ein Wunsch, der aber finanziert werden muss. Eine eigens eingerichtete Spendenaktion erbrachte bisher rund 3.700 Euro, die Kosten für das Kreuz liegen jedoch bei 6.200 Euro. Jetzt hoffen die Verantwortlichen, die fehlenden Mittel über weitere Spenden zu bekommen. Zum ACK Heilbronn gehören mehrere katholische, evangelische und evangelisch-methodistische Gemeinden, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die syrisch-orthodoxe Gemeinde Mor Ephräm. Die Gemeinden der Neuapostolischen Kirche arbeiten als Gäste mit.
Neben dem großen Kölner Ökumene- und Versöhnungskreuz, das aus Anlass des Kölner Domjubiläums in Auftrag gegeben wurde, gibt es inzwischen mehrere kleinere, die vor allem als Vortrage- bzw. Prozessionskreuze genutzt werden. Raphael Seitz hat die Botschaft des Kreuzes mit folgenden Worten umrissen: „Das Todeswerkzeug der Dunkelheit wird zum Lichtzeichen des Lebens. Ein Zeichen der Auferstehung für alle Menschen”. Das Ökumenekreuz stellt eine transparente Erdkugel-Scheibe und die Farben des Regenbogens dar. Mehrere das Kreuz durchziehende Linien verweisen auf Gott, den Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde. Die geschwungene Form des Kreuzes erinnert an die geöffneten Arme des Gekreuzigten und die Dynamik der Auferstehung.
Der Heilbronner Künstler Raphael Seitz starb Ende Februar 2015 völlig unerwartet, genau eine Woche nach einer Privataudienz bei Papst Franziskus. Gemeinsam mit Kardinal Walter Kasper, Botschafterin Annette Schavan und Rainer Will von der ACK Köln hatte er dem Heiligen Vater ein Ökumene- und Versöhnungskreuz für Argentinien vorgestellt – seine letzte Arbeit. Seit 1991 war er als freischaffender Künstler in Heilbronn tätig und auch politisch aktiv. Seitz hat Glasfenster, Kreuzwegstationen und Gemälde für Kirchen und Einrichtungen in ganz Europa geschaffen. Dabei stand für ihn das Spiel von Licht, Farbe und Atmosphäre im Mittelpunkt, das er vor allem auch bei den von ihm „Lichtraum“ genannten Rauminstallationen, wie am Flughafen Stuttgart, am Ulmer Münster und am Kölner Dom in Szene setzte. Als sakraler Glaskünstler fertigte Seitz Kirchenfenster, wie das Fenster im „Paradies“ der Kilianskirche Heilbronn, jedoch auch den Glasaltar für die evangelische Martinskirche in Langenau oder das gläserne Auferstehungskreuz für das Zisterzienserstift Rein bei Graz. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen Glassegel für die Metropolitan Cathedral in Liverpool.
In Heilbronn schuf Seitz unter anderem eine Glasfront für die Kreissparkasse Heilbronn. Zudem entstand hier auch sein Bildzyklus Totentanz Heilbronn, er erinnert an die Zerstörung der Stadt beim Luftangriff vom 4. Dezember 1944.
Das Spendenkonto des ACK Heilbronn bei der Kreisparkasse Heilbronn lautet IBAN DE75 6205 0000 0000 0132 31, Stichwort „Ökumenekreuz“.
Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de.

Januar 2019

Garten von „Kirche auf der BUGA 2019“ trägt auch die Handschrift von Künstler Peter Riek

Eine Löffelblume werden die Besucher des Kirchengartens auf der Bundesgartenschau an vielen Stellen des rund eintausend Quadratmeter großen Geländes entdecken – oder bereits schon jetzt, gefräst in zwei Gesprächsboxen, die im Eingangsbereich der Kilianskirche sowie im Foyer des Gemeindehauses von St. Peter und Paul in Heilbronn stehen. Geschaffen hat dieses verschlungene Blumensymbol Peter Riek, Heilbronner Künstler und kreativer Partner des Projektes „Kirche auf der BUGA 2019“. Dabei griff er das Motiv des Löffels auf, welches das Kirchenprojekt zum Beispiel bei einer sehr erfolgreichen Aktion mit Kindergärten einsetzte, und entwickelte daraus ein poetisches Zeichen: „Der Löffel passt bestens zum Thema Leben schmecken, das die Kirche auf der BUGA in den Focus stellen wird. Der Löffel ist aber auch ein spannendes Symbol – wir schenken neuen Erdenbürgern zur Taufe  einen Löffel mit eingraviertem Namen und schon  zur Zeit der Bauernkriege versinnbildlichte er Freiheit und Eigenständigkeit. Und irgendwann geben wir umgangssprachlich den Löffel ab.“
Das Motto „Leben schmecken“ haben Landschaftsarchitektin Cornelia Biegert und ihr Team schon in die grundlegende gartenarchitektonische Umsetzung integriert, die das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung schärft, insbesondere am Beispiel Ernährung. Mit dem weitestgehend abgeschlossenen Grundausbau wurde die Basis für einen Ort geschaffen, der die  Themen Schöpfung und Ernährung aufgreift und der Symbole der Kirche nutzt, damit Menschen still oder lebendig, alleine oder in Gruppen Kraft und Impulse für ihr Leben finden. Zwei wesentliche Elemente sind ein Vegetationsband um das Gelände sowie das Symbol Kreuz, die zum einem den Eintritt in eine Einheit, zum anderen ein Zusammenführen unterschiedlicher Bereiche schaffen. Rund 1700 Pflanzen werden im Garten die Natur spürbar und nutzbar werden lassen, zwei Wege, die ein asymmetrisches Kreuz bilden, erschließen barrierefrei den spirituellen Garten.
Ein großer hölzerner Tisch zum gemeinsamen Gespräch oder Essen, eine flache Wasserschale aus Cortenstahl, die ein Ort der Meditation und ruhiger Gespräche sein kann, sowie eine Glocke sind wesentliche gestalterische Elemente, die die christliche Botschaft aufgreifen. Ergänzt werden diese um skulpturale Objekte, wie einer interaktiven Orgelpfeifen-Installation oder der vier Meter hohen Löffelskulptur das Karlsruher Bildhauers Hans Wetzl. Dazu kommen aus dem Atelier von Peter Riek eine Tafelwand, auf der Wünsche geschrieben oder angebracht werden können, Bänke und Hocker, Pflanztröge, ein Portal, der Glockenturm sowie eine Kerzenwand mit farbigen Gläsern – eine Anlehnung an die Farbigkeit von Kirchenfenstern. Auf allen Elementen eingefräst die Löffelblume. Und natürlich werden ab Eröffnung der Bundesgartenschau am 17. April die beiden Gesprächsboxen ebenfalls im Kirchengarten stehen. Alle Elemente sind aus geweißten Schichtholzplatten, die durch die gefrästen Ornamente einen tapetenartigen Charakter erhalten. Riek: „Der Kirchengarten ist wie die Bundesgartenschau selbst ein temporäres Ereignis. Deshalb wurde dieses natürliche und kostengünstige, nach seiner Nutzung rückstandslos verwertbare, Material genutzt. Ganz im Sinne der Schöpfung.“
Riek sieht die von ihm geschaffenen Objekte eher zweckfrei aus Sicht des Künstlers, Inhalte und Nutzen würden die Menschen selbst schaffen – „die Kunst eröffnet Möglichkeiten für die individuelle Wahrnehmung“. Auch sieht er den Kirchengarten als ein kleines Gegenstück in der BUGA-Landschaft mit ihren tausendfachen Eindrücken und Veranstaltungen: Ein Verweilort, wie eine Kirche in der Hektik des Alltags. Er soll Stille erzeugen, Riek: „Hier findest Du zu Dir!“ Für Peter Riek ist die Arbeit für die Kirche kein Neuland. Er saß im Stiftungsrat „Kunst und Kirche“ in Stuttgart, hat zum Beispiel eine temporäre Installation für das Kloster Maulbronn geschaffen oder die von ihm selbst als „Eisenzeichnung“ bezeichnete Eisenkrone an der Christuskirche Heilbronn.
„Leben schmecken“ ist für Peter Riek die Besinnung auf den eigentlichen Teil der Schöpfung, das Motto des Kirchengartens steht für ihn auch für Dankbarkeit und ein Miteinander. Und als Bindeglied zwischen Mensch und Natur, ein Verhältnis, das sich seiner Auffassung nach bereits mit dem Beginn der Industrialisierung radikal. „Leben schmecken“ ist für ihn auch das privilegierte Leben, das er führen kann: „Schöpferisches Arbeiten ist menschengemäßes Handeln.“ Nicht schmeckt Riek die Digitalisierung, die originale Begegnungen zurückdrängt und durch sekundäre Wahrnehmungen über glänzende Oberflächen unserer Tablets und Handys ersetzt. „Vieles hat mit der Wirklichkeit des Menschen nichts zu tun“, resümiert Riek nachdenklich.
Mit ihrem Programm bereichert „Kirche auf der BUGA“ das große Angebot der Bundesgartenschau mit engagierten Impulsen und  Akzenten im Sinne des Mottos „Leben schmecken“.
Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de.

Dezember 2018

Aktive Arbeitsgruppen leisten wichtige Vorarbeiten

Sehr zufrieden konnte jetzt bei der 11. Sitzung des Projektteams „Kirche auf der BUGA 2019“ auf die Vorarbeiten der sechs Arbeitsgruppen in diesem Jahr zurückgeblickt werden. Eine Mammutaufgabe, schließlich wird die Kirche auf der BUGA an den 173 Öffnungstagen nicht nur mit einem Garten, sondern auch täglichen Programmpunkten rund um das Thema „Leben schmecken“ präsent sein. Überregional bedeutend sind dabei ein Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag 2019, der vom SWR übertragen und von der ARD live gesendet wird, oder das Evangelische Landesmissionsfest am 29. und 30. Juni, an dem auch Landesbischof Dr. Frank Otfried July teilnehmen wird. Das Landesmissionsfest wird von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg in Zusammenarbeit mit WAW (Württembergische Arbeitsgemeinschaft für Weltmission) und einem Kirchenbezirk durchgeführt. Weitere Großveranstaltungen sind geplant zum Diözesanen Kinderchortag und zur Feier des 160jährigen Bestehens des Diözesanen Kolpingverbandes, an beiden wird Bischof Dr. Gebhard Fürst teilnehmen, sowie zu Fronleichnam.
Mit ihrem Programm bereichert „Kirche auf der BUGA“ das große Angebot der Bundesgartenschau  mit engagierten Impulsen und  Akzenten im Sinne des Mottos „Leben schmecken“. So findet jeden Sonntag in der Regel ein ökumenischer Gottesdienst um 11 Uhr an der Fährlebühne statt. An jedem Werktag gibt es auf dem Gelände der Kirche im sogenannten Inzwischenland um zwölf Uhr einen Spirituellen Impuls in Form einer kurzen Andacht. Samstags wird dieser besonders für Familien und Kinder gestaltet. An den Sonntagabenden gibt es um 18 Uhr einen vielgestaltigen Abendsegen bis hin zu gottesdienstlichen Formen, zum Teil auch im Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen. Beendet wird der Tag mit Bläsermusik zum Abend.
Desweiteren wird eine Vielzahl von Musik- und Kulturveranstaltungen durchgeführt, auch spezielle Angebote für Kindergartengruppen sowie Schulklassen und zahlreiche Mitmach-Aktionen. Stattfinden werden auch Aktionen über mehrere Tage, wie mit dem „Theomobil“, einer Projektarbeit auf der Schnittstelle von Kultur und Religion, oder durch das Evangelische Landesjugendpfarramt zur Schaffung eines verstärkten ökologischen Bewusstseins. Gespannt sein dürfen die Gäste auf eine Schwarzlicht-Installation in einer schwarzen Jurte sowie auf Themenwochen zum Pilgern oder zum Thema Migration.
Eigens für die BUGA wurde von der Arbeitsgruppe Musik und Kultur ein geistliches Liederbuch  zusammengestellt, das inzwischen druckreif ist und mit einer Auflage von 3.000 Stück gefertigt wird.
Für die Arbeitsgruppe Ehrenamtliche und Dauerpräsenz steht nach immensen Vorarbeiten in diesem Jahr eine entscheidende Aufgabe zu Beginn des kommenden Jahres an: Die Schulung der Ehrenamtlichen zu Themen wie der Bedeutung des Kirchengartens auf der BUGA, oder den Ehrenamtlichen ganz einfach Sicherheit im Gespräch zu geben. Die AG Ehrenamtliche unterstreicht, dass diese Schulung zwingend ist, um bei den vielfältigen Aufgaben während der BUGA mitwirken zu können. Dafür haben sich bisher über 200 Personen nach Informationsveranstaltungen eingetragen. Etwa 2.500 Dienste gibt es für diesen Kreis während der Gartenschau zu bewältigen. Und genau diese große Anzahl an Ehrenamtlichen ist es, die die Arbeitsgruppe Organisation und Technik mit detaillierten Unterlagen ausstatten muss, damit beim Auftritt von „Kirche auf der BUGA2019“ alles rund läuft.
Wenn sich am 17. April 2019 die Tore für die Besucher der BUGA öffnen, wird in den folgenden 173 Tagen auch die Kirche mit einem ambitionierten und interessanten Programm auf einem rund eintausend Quadratmeter großen Areal zu den Themen Schöpfung und Ernährung präsent sein. Ein Programm, das gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Heilbronn getragen wird, in der katholische, evangelische und evangelisch-methodistische Gemeinden, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die syrisch-orthodoxe Gemeinde Mor Ephräm sowie die Gemeinden der Neuapostolischen Kirche zusammen arbeiten.
Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de.

November 2018

 

60.000 Flyer als Werbung für ökumenisches Projekt „Kirche auf der BUGA 2019“

Mit 60.000 Flyern  zu „Leben schmecken“ macht das ökumenische Projekt „Kirche auf der BUGA 2019“ jetzt auch überregional auf sich aufmerksam. In kleinen Paketen verschickt gehen die Flyer in die katholischen Diözesen Rottenburg/Stuttgart, Freiburg, Mainz, Speyer, Würzburg, Augsburg und Eichstätt, sowie von evangelischer Seite  in die Württembergische Landeskirche, an Teile der Badischen Landeskirche sowie die Dekanate Würzburg und Aschaffenburg, erläutern Esther Sauer und Peter Seitz, die Projektverantwortlichen von „Kirche auf der BUGA 2019“.
Zum Kirchenbeitrag allgemein, zum Kirchengarten sowie zu Programm und Inhalten informiert der achtseitige Flyer die Kirchengemeinden in angrenzenden Regionen, der auch schon das festgelegte Wochenschema enthält und darauf verweist, dass das gesamte Programm im Detail ab Januar auf www.kirche-buga2019.de nachzulesen ist.
Dass der Versand der Flyer reibungslos abläuft, gehört zu den ersten Aufgaben von Pauline Rais und Felix Oberhardt, die gerade ihr freiwilliges ökologisches Jahr begonnen haben. „Ich möchte ein Jahr vor dem Studium einfach etwas Praktisches machen“ sagt die 18-jährige Rottweilerin. „Als Abwechslung nach dem Schulalltag will ich mich sozial und ökologisch engagieren“, betont der gleichaltrige Langenbrettacher, der die BUGA hierfür als einmalige Chance betrachtet.
Der Versand gehört zu den Vorarbeiten, aber auch praktisch – und damit ökologisch – sind die beiden auf dem Areal des Kirchengartens auf der BUGA aktiv. Zum Beispiel beim Verlegen des Rollrasens.  Besonders gefragt sind sie aber sobald die BUGA im April ihre Tore öffnet. Dann sind sie eingebunden in die Pflege des Gartens sowie die Organisation der Events. Gemeinsam mit zwei weiteren Frauen, die ab 1. April 2019 ihren Bundesfreiwilligendienst leisten. Ganz besonders freuen sich Felix und Pauline, dass sie eigene Mitmachangebote im ökologischen Bereich für Kinder und Jugendliche einbringen und gestalten dürfen. Für das Projekt insgesamt ist es jetzt einfacher auf dem BUGA-Areal zu arbeiten, da inzwischen ein kleines Büro im Stadtquartier zur Verfügung steht.
Wenn sich am 17. April 2019 die Tore für die Besucher der BUGA öffnen, wird in den folgenden 173 Tagen auch die Kirche mit einem ambitionierten und interessanten Programm auf einem rund eintausend Quadratmeter großen Areal präsent sein. Zum geplanten Programm der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) unter dem Motto „Leben schmecken“ gehören Gottesdienste, Andachten, Musik- und Kulturveranstaltungen und  Mitmach-Aktionen zu den Themen Schöpfung und Ernährung.
Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de.
 
Oktober 2018

 

„Kirche auf der BUGA 2019“ zeigt sich mit Flashmob auf dem Kiliansplatz

Samstag, Schlag zwölf Uhr, Kiliansplatz Heilbronn. Unter dem mächtigen Glockenläuten der Kilianskirche kommen aus vier Richtungen Personen mit Bollerwagen, gefüllt mit Äpfeln, auf den belebten Platz zwischen Kirche und Ladengeschäften. Innerhalb weniger Minuten strömen Dutzende Frauen und Männer hinzu. Neugierige bleiben stehen, Vorbeigehende werden angesprochen, erhalten einen Apfel. Und natürlich Erklärungen zum Hintergrund der Aktion: Informiert wird über „Kirche auf der BUGA 2019“, dem gemeinsamen ökumenischen Auftreten der Kirche während der Bundesgartenschau Heilbronn 2019. Eine Weltkugel wird von den Teilnehmern über ihren Köpfen von Hand zu Hand weitergeleitet als Symbol, dass alle gemeinsam Sorge für die Welt und die Schöpfung zu tragen haben.
„Dass wir heute mit dieser kurzen, aber besonderen Aktion an die Öffentlichkeit gehen, hängt mit dem heutigen Datum zusammen. Die BUGA dauert 173 Tage und wir wollen uns genau 173 Tage vor der BUGA in der Innenstadt Heilbronns treffen“ informieren  Esther Sauer, evangelische Projektleiterin, sowie Peter Seitz, katholischer Projektleiter von „Kirche auf der BUGA 2019“.
Eingeladen zu diesem „Flashmob“, einem spontanen Treffen zu einem besonderen Thema auf einem öffentlichen Platz, waren Mitglieder der Arbeitsgruppen, die die Veranstaltungen der Kirche auf der Bundesgartenschau vorbereiten, sowie Ehrenamtliche, die während der BUGA diese Aktionen und Projekte vor Ort unterstützen.
„Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, wie viele Menschen sich ehrenamtlich für das ökumenische Projekt `Kirche auf der BUGA` engagieren. Dabei spüren und erleben wir alle, was für eine große, fröhliche und motivierte Gruppe wir sind“, freuen sich Esther Sauer und Peter Seitz.
Wenn sich am 17. April 2019 die Tore für die Besucher der BUGA öffnen, wird in den folgenden 173 Tagen auch die Kirche mit einem ambitionierten und interessanten Programm auf einem rund eintausend Quadratmeter großen Areal im sogenannten „Inzwischenland“ präsent sein. Zum geplanten Programm unter dem Motto „Leben schmecken“ gehören Gottesdienste, Andachten, Musik- und Kulturveranstaltungen und Mitmach-Aktionen zu den Themen Schöpfung und Ernährung. In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Heilbronn arbeiten katholische, evangelische und evangelisch-methodistische Gemeinden, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die syrisch-orthodoxe Gemeinde Mor Ephräm sowie die Gemeinden der Neuapostolischen Kirche zusammen.

Juni 2018

Kindlich-kreativ gestaltete bunte Holzlöffel weisen im Stadt- und Landkreis auf BUGA-Projekt der Kirche hin

In Bär, Frosch und Tiger verwandelt zeigen sich im Katholischen St. Anna Kindergarten in Offenau jetzt riesige Holzlöffel, die die Projektgruppe „Kirche auf der BUGA2019“ für die Aktion „Her mit dem Löffel!“ zur Verfügung gestellt hatte. Marienkäfer, Regenbogen mit Blume und – wie sollte es gerade anders sein – Fußball sind die Motive, die sich die Kinder im Heilbronner Au-Kindergarten für die Aktion ausgesucht haben.
Rund sechzig Kindergärten mit über einhundert Gruppen waren von der Aktion so begeistert, dass sie sich entschlossen, mitzumachen. Auch Offenau. „Wir fanden die Idee toll, dass wir gleich drei Löffel bestellt haben“, blickt Erzieherin Ramona Schropp vom St. Anna Kindergarten zurück. Und da der Kindergarten drei Gruppen hat, waren schnell die Motive für die rund zwei Meter langen Löffel gefunden: Tiger, Bär und Frosch – die Symboltiere der einzelnen Gruppen. Doch mit dem Bemalen der Löffel ließ man es nicht bewenden, sondern baute einen schönen und lehrreichen Rahmen für die Kinder darum herum: Es wurden Bücher gelesen und daraus erarbeitet, was diese Tiere gerne essen – eben das Motiv der Kirche auf der BUGA „Leben schmecken“ aus der Sicht der Vierbeiner. Und deshalb wurden nicht nur die Löffel mit viel Spaß bemalt, sondern auch die entsprechenden Leckereien für die drei Tiere dazu gehängt: Honig für den Bären, Fliegen für den Frosch und eine Fleischkeule für den Tiger.
Demnächst werben diese hölzernen Skulpturen auf einer Rasenfläche vor dem Rathaus für das ökumenische Projekt „Leben schmecken“ der Kirche auf der Bundesgartenschau in Heilbronn.
Gleich das Fernsehen schaute den Kindern des Evangelischen Au-Kindergartens beim Gestalten eines Holzlöffels über die Schulter. Das Thema Ernährung ist ein Schwerpunktthema im Au-Kindergarten, informiert die Kita-Leiterin Petra Härle. Da passte die Holzlöffel-Aktion „Leben schmecken“ wunderbar dazu. Das Thema wurde auch hier umfassend mit den einzelnen Gruppen besprochen – und zwangsläufig wurde dabei klar, dass „Leben schmecken“ über die Ernährung hinausgeht. Mit großem Elan machten sich die Gruppen daran, für sich Themen zu finden und Skizzen zu zeichnen. Umgesetzt wurde bei den Kleinsten ein Marienkäfer – das Symboltier der Gruppe -, die Jüngeren wählten Motive aus der Natur, wie Blüten und einen bunten Regenbogen. Die Vorschulkinder wurden wohl von der Fußball-Weltmeisterschaft inspiriert und entschieden sich für verschiedene Motive aus dem Fußball: Eine Spielerin, ein Spieler, einen Ball sowie das Tornetz – und dies auf einem grünen Löffel, der zudem mit Blüten verziert wurde. Aufgestellt werden die Löffel in der Kita – denn man möchte über die Aktion das Themaweiter verfolgen. Angedacht ist zum Beispiel auch im kommenden Jahr ein Besuch auf der BUGA, gemeinsam mit den Eltern.
„Her mit dem Löffel!“  führt auf das kirchliche  BUGA-Projekt „Leben schmecken“ hin. Zur Verfügung gestellt wurden den teilnehmenden Kindereinrichtungen rund zwei Meter große Holzlöffel, die gemeinsam kreativ gestaltet und jetzt öffentlichkeitswirksam aufgestellt werden. Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung, vielmehr sollen sich die Kinder dabei auch mit den Themen Schöpfung und Ernährung auseinandersetzen. Die Einladung, sich daran zu beteiligen, ging an die Kindertageseinrichtungen in den evangelischen Kirchenbezirken Heilbronn, Weinsberg, Neuenstadt und Brackenheim sowie im katholischen Dekanat Heilbronn-Neckarsulm.
Wenn sich am 17. April 2019 die Tore für die Besucher der BUGA öffnen, wird in den folgen 173 Tagen auch die Kirche mit einem ambitionierten und interessanten Programm auf einem rund eintausend Quadratmeter großen Areal im sogenannten „Inzwischenland“ präsent sein. Zum geplanten Programm unter dem Motto „Leben schmecken“ gehören Gottesdienste, Andachten, Musik- und Kulturveranstaltungen und  Mitmach-Aktionen zu den Themen Schöpfung und Ernährung. Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de. Wer sich aktiv beteiligen möchte, findet herzu auch noch die Möglichkeit. Wie sich Ehrenamtliche einbringen können, darüber wird bei einem Treffen am 7. Juli im Hans-Rieser-Haus in Heilbronn informiert.
  
Mit viel Liebe gestalteten die Kinder im St. Anna Kindergarten in Offenau ihren Löffel. Nicht nur ihren Holzlöffel gestalteten die Kinder  als Tiger, sondern auch Tigermasken wurden gebastelt.
  
Von der Fußball-WM ließen sich die Vorschulkinder im Heilbronner Au-Kindergarten bei der Bemalung ihres Löffels inspirieren. Das Kirchenfernsehen schaute  bei der Bemalung des Löffels über die Schulter.
Fotos: Kirche auf der BUGA

 Anmerkung: Für alle abgebildeten Kinder liegen Freigaben der Eltern beim Kindergarten vor.

Mai 2018

„KirchenGrün“ – Hausen erster blühender Botschafter für spirituellen Garten „Leben schmecken“ auf BUGA

„Ich habe den Aufruf zur Aktion KirchenGrün gelesen und mir gleich gesagt, da machen wir mit“. Der spontane Entschluss von Isolde Reiner hat dazu geführt, dass Hausen an der Zaber die erste Gemeinde ist, die mit der Aktion KirchenGrün auf das ökumenische Projekt „Leben schmecken“ der Kirche auf der Bundesgartenschau 2019 hinweist und gleichzeitig die Anlage an der Kirche neu und attraktiv bepflanzt. Denn bei Isolde Reiner blieb es nicht beim Wollen. Schnell hatte sie acht weitere tatkräftige Frauen – und im Hintergrund die Männer – um sich geschart, die sich ebenso spontan einbrachten.
Wer jetzt durch Hausen fährt, kann die Arbeit der Frauen bei der Kirche an der Turmstraße bewundern: Duftpflanzen, wie Rosen, sowie Kräuter, wie Thymian, Schnittlauch, Zitronenmelisse oder Salbei, wurden auf einer Fläche gepflanzt, die zunächst für die Neubepflanzung vorbereitet werden musste. Für diese Pflanzen hat sich die Gruppe ganz bewusst entschieden, wollte man doch dem Motto „Leben schmecken“ folgen. Dekoriert wurden die Pflanzen mit zum Thema und zur Gegend passenden Gegenständen: Einem kleinen alten Tisch, Weinberg-Stickel und Küchenutensilien. Gefreut hat die Frauen, dass sie Unterstützung beim Bauhof der Stadt Brackenheim fanden: Sie bekamen nicht nur die Fläche vor der Kirche gestellt, sondern auch die Pflanzen.
Nach getaner Arbeit schaut das fleißige Team nach vorne – und hofft auf weitere Unterstützung aus dem Ort: Zur Pflege der Pflanzen, zum Gießen und nicht zuletzt für die nächste Pflanzaktion, die im Herbst stattfinden soll.
Ganz begeistert von der guten Laune und dem Eifer der Frauen war Pfarrerin Esther Sauer, die evangelische Projektleiterin von „Kirche auf der BUGA2019“. „Ich wünsche mir dass dieses Beispiel ansteckend ist und weitere Mitmacher für die Aktion KirchenGrün motiviert“, freut sie sich über den gelungenen Auftakt. Den Frauen in Hausen konnte sie auch gleich das erste Schild zu „Leben schmecken“ überreichen. Und sie verspricht, dass die Frauen zur Dekoration noch große Holzlöffel aus der Kindergartenaktion „Her mit dem Löffel!“ erhalten. Weitere Kirchengemeinden haben schon ihre Teilnahme signalisiert, einige werden aber erst im Herbst Pflanzungen vornehmen.
Die Aktion „KirchenGrün“ ist eng mit dem ökumenischen Projekt „Leben schmecken“ der Kirche auf der BUGA 2019 in Heilbronn verknüpft. Denn im Hinblick auf die bevorstehende Bundesgartenschau ab April kommenden Jahres wurden die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Stadt- und Landkreis Heilbronn eingeladen, in den nächsten Wochen und Monaten eine ausgesuchte Fläche bei der eigenen Kirche besonders zu gestalten. Mit dieser  Aktion können schon im Vorfeld der Gartenschau lokale Beiträge zur ökumenischen Kirchenpräsenz auf der Bundesgartenschau 2019 geschaffen werden, nennen die Projektleiter von „Kirche auf der BUGA2019“, Esther Sauer und Peter Seitz, die Idee hinter der  Aktion. Und natürlich soll auch direkt auf das Großereignis hingewiesen werden: Mit einem dekorativen Schild mit der Aufschrift „Kirche auf der BUGA2019“ und dem  Motto „Leben schmecken“.
Für den  ökumenischen Beitrag „Leben schmecken“ der Kirchen wird auf der BUGA ein rund eintausend Quadratmeter großes Gelände zu einem spirituellen Garten gestaltet und so inszeniert, dass er neugierig macht, zum Verweilen einlädt, aber auch zum Dialog auffordert. An den 173 Tagen der Bundesgartenschau werden die evangelische und die katholische Kirche gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen dazu täglich Impulse geben mit Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen. Zugleich wird die Inszenierung des Themas auf Bühne und Freifläche zum Erleben, Nachdenken und Gespräch einladen.

April 2018

Aufruf „Ehrensache!“ folgten schon über 200 Personen

Erstes Treffen zur Vorbereitung „Kirche auf der BUGA“

„Ich war von Anfang an fasziniert vom Projekt der Kirche auf der Bundesgartenschau. Deshalb und da ich gerne neue Menschen kennen lernen mag, interessiere ich mich für eine ehrenamtliche Mitarbeit“, nennt Heidi Weeber aus Heilbronn die Gründe ihres Kommens. Er habe eine christliche Ader, sagt Alfred Unzeitig aus Flein, er möchte etwas für die Gesellschaft, die Kirche und andere Menschen tun. Er finde es gut dass die Kirche sich auf der BUGA präsentiere und möchte deshalb unterstützen. Beide gehörten zu rund einhundertfünfzig Interessierten, die sich jetzt im Katholischen Gemeindezentrum St. Paulus in Neckarsulm getroffen haben, um Informationen zu Motto, Gelände und Garten, die Vorstellung der konkreten Aufgaben, oder um Informationen zum genauen Verfahren zu erhalten und natürlich auch, um Fragen zu stellen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dem Aufruf „Ehrensache!“ gefolgt, mit dem die Kirche Personen sucht, die ehrenamtlich am gemeinsamen ökumenischen Projekt „Kirche auf der BUGA 2019“ mitwirken. Ein zweites Treffen für weitere Interessierte findet am 7. Juli statt.
Sehr aussagekräftig konnten die Projektleitung mit Esther Sauer und Peter Seitz sowie die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Ehrenamtliche und Dauerpräsenz“ die Themenkreise erläutern. Im Mittelpunkt standen dabei die Profile für die ehrenamtliche Tätigkeit während der BUGA. Diese reichen von „Dauerpräsenz“ (Aufgaben u.a. Begrüßung, Erläuterungen zum Garten, Antworten auf Fragen geben), „Dauerpräsenz Plus“ (Aufgabe u.a. Betreuung bei den Abendveranstaltungen), „Begrüßungs- und Mesnerdienst beim Gottesdienst“, sowie „Gartenpflege“ und „Gartenpflege Plus“.
Im Dezember hatten die Evangelische Landeskirche Württemberg, die katholische Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) ihre Mitglieder aufgerufen, das gemeinsame ökumenische Projekt „Leben schmecken“ auf der BUGA 2019 in Heilbronn durch ehrenamtliche Mitarbeit zu unterstützen. Inzwischen sind weit über zweihundert Meldungen eingegangen. „Und es flattern uns immer wieder weitere Zusagen ins Haus. Wir sind sehr zufrieden mit dieser tollen Resonanz“, zeigen sich Esther Sauer, die evangelische Projektleiterin, sowie Peter Seitz, katholischer Projektleiter von „Kirche auf der BUGA 2019“, sehr zuversichtlich.
Überwiegend der evangelischen, der katholischen sowie der neuapostolischen Kirche gehörten die Teilnehmer des ersten Informationstreffens an. Mehrheitlich Frauen waren anwesend – was zu einem schmunzelnden „wie immer bei kirchlichen Aktivitäten“ führte. Die Teilnehmer aus dem Stadtkreis und dem Landkreis hielten sich nahezu die Waage. Erfreulich und überraschend war, dass sich eine große Zahl von jüngeren Berufstätigen für ein doch zeitintensives Engagement während der BUGA-Zeit interessierte.
Wenn sich am 17. April kommenden Jahres die Tore der BUGA für die Besucher öffnen, wird in den folgen 173 Tagen auch die Kirche mit einem vielfältigen Programm auf einem rund eintausend Quadratmeter großen Areal im sogenannten „Inzwischenland“ präsent sein. Nachdem sich schon seit einem längeren Zeitraum verschiedene Arbeitsgruppen mit Inhalten und Aktionen beschäftigen, werden auf der anderen Seite Menschen gesucht, die der Kirche im Garten Gottes ein Gesicht geben.  Sehr erfolgreich, wie die große Zahl der Teilnehmer am ersten Informationstag zeigte – aber weitere Unterstützer sind willkommen.
Rund dreihundert Personen werden benötigt, um das für alle Altersgruppen geplante Programm unter dem Motto „Leben schmecken“ mit Gottesdiensten, Andachten, Musik- und Kulturveranstaltungen und weiteren Beiträgen zu den Themen Schöpfung und Ernährung durchführen zu können, rechnen Esther Sauer und Peter Seitz.
Wer noch mitmachen möchte, findet nähere Informationen im Internet unter www.kirche-buga2019.de oder den Flyern in den Kirchen. Anmeldungen entgegen nimmt Esther Sauer, Evang. Projektleitung, Mail esther.sauer@elkw.de.

März 2018

Symbolische Baumpflanzung für spirituellen Garten „Leben schmecken“ auf der BUGA

Mit der symbolischen Pflanzung eines Apfelbaumes durch Kinder und Projektverantwortliche startete jetzt der Grundausbau für den ökumenischen Beitrag „Leben schmecken“ der Kirchen auf der BUGA 2019 in Heilbronn. Ein rund eintausend Quadratmeter großes Gelände wird zu einem spirituellen Garten gestaltet und so inszeniert, dass er neugierig macht, zum Verweilen einlädt, aber auch zum Dialog auffordert. An den 173 Tagen der Bundesgartenschau werden die evangelische und die katholische Kirche gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen dazu täglich Impulse geben mit Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen. Zugleich wird die Inszenierung des Themas auf Bühne und Freifläche zum Erleben, Nachdenken und Gespräch einladen. Bereitgestellt von der Heilbronner BUGA-Gesellschaft wurde dafür ein Areal im „Inzwischenland“, zentral gelegen in der Nähe von Floßhafen und Stadtausstellung.
Vier Landschaftsarchitekten wurden im Frühjahr vergangenen Jahres beauftragt, einen gestalterischen Vorentwurf für den Beitrag der Kirchen zu erarbeiten. Nach Vorlage der Ideen entschied sich das Preisgericht für den Entwurf des renommierten Landschaftsarchitekturbüros Cornelia Biegert in Bad Friedrichshall, der jetzt Basis für eine Umsetzung ist.
Der Erstentwurf, so die Architektinnen Cornelia Biegert und Johanna Müller, hat sich aus der Fortführung der Planungsgespräche sowie ersten Ergebnissen der Arbeitsgruppen zum Motto „Leben schmecken“ verlagert, welches das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung schärfen will, insbesondere am Beispiel Ernährung. „Wie geht man letztendlich mit allen Elementen um, wie bespielt man den Garten – dieser Prozess wird uns weiter beschäftigen und andauern“, betont Cornelia Biegert und unterstreicht damit, dass auch die jetzigen Planungen noch fließend sind. Mit dem Grundausbau wird in den kommenden Monaten die Basis für einen Ort geschaffen, der die  Themen Schöpfung und Ernährung aufgreift und der Symbole der Kirche nutzt, damit Menschen still oder lebendig, alleine oder in Gruppen Kraft und Impulse für ihr Leben finden.
Vegetationsband und Symbol Kreuz
Zwei wesentliche Elemente der Planung, so Cornelia Biegert, sind ein Vegetationsband um das Gelände sowie das Symbol Kreuz, die zum einem den Eintritt in eine Einheit, zum anderen ein Zusammenführen unterschiedlicher Bereiche schaffen. Umgeben ist der Garten der Kirche durch die hochstämmige Bepflanzung der Bundesgartenschaugesellschaft mit Pappeln, die das Planungsbüro um weißblühende Stauden, wie Schleierkraut, weißen Mohn, Storchschnabel oder weißen Salbei, aber auch Zwiebelpflanzen wie Tulpen und Narzissen mit einer eigenen Note und Vielfalt aufwertet. „Der Großteil der rund 1700 Pflanzen, die für den spirituellen Garten vorgesehen sind, wird dieses Vegetationsband bilden“, beschreibt Johanna Müller den Umfang der Pflanzmaßnahmen.
Das Kreuz als Symbol der Kirche und der Kraft des Glaubens ist der Mittelpunkt des Gartens. Zwei Wege aus dunklem Plattenmaterial, die ein asymmetrisches Kreuz bilden, erschließen neben weiteren Zugängen barrierefrei den spirituellen Garten und kreuzen sich an einer überdachten, rund siebzig Quadratmeter großen Bühnenfläche. An diesem zentralen Punkt mit Bestuhlung werden Andachten, Kulturveranstaltungen sowie Mitmach-Aktionen stattfinden. Den Rückraum der Bühne bilden zwei Container, die auch als Lagerraum genutzt werden.
Weitere Akzente im Garten setzen ein großer hölzerner Tisch zum gemeinsamen Gespräch oder Essen, sowie eine flache Wasserschale mit über zweieinhalb Meter Durchmesser aus Cortenstahl, die ein Ort der Meditation und ruhiger Gespräche sein kann.
Symbol und Funktion zugleich ist eine Glocke mit Turm, mit deren Anschlag beispielsweise Veranstaltungen angekündigt werden. Nahe der Bühne ist eine Löffel-Skulptur aus Holz des Karlsruher Künstlers Hans Wetzl geplant. Der Löffel steht bildhaft für Essen und Schmecken und wird auch in der aktuell stattfindenden Kindergarten-Aktion „Her mit dem Löffel!“ verwendet.
Gleich am Beginn des Kreuz-Weges wird eine Schreib- und Kerzenwand stehen. Besucher können an der Innenseite ihre Gedanken, Wünsche und Hoffnungen anbringen und darüber kommunizieren. Durch die dahinter befindlichen großen Bestandsplatanen sieht Cornelia Biegert hier auch eine ideale Fläche, in sich zu gehen oder ganz einfach die Seele baumeln zu lassen.
Erstbepflanzung im Paradiesgarten
Entstehen wird im nördlichen Bereich ein Paradiesgarten, wo jetzt die symbolische Erstbepflanzung stattfand. Diese wurde  begleitet von Grußworten, Liedern des Kinderchores und dem Segen für Baum und Gelände durch die stellvertretenden Dekane Erhard Mayer und Roland Rossnagel. Mit seiner großen Rasenfläche zwischen einem runden Dutzend, bei ihrer Pflanzung etwa fünf Meter hohen Apfelbäumen, sowie einem Kräuter-Hochbeet bietet dieser Paradiesgarten viele Möglichkeiten für Veranstaltungen mit Kindern und Erwachsenen, lädt aber auch zum schlichten Verweilen ein.
Mit der symbolischen Pflanzung eines ersten Baumes startet zugleich der Grundausbau. Hierzu gehören das Setzen der Stauden und Bäume, das Verlegen der notwendigen Leitungen, der Bau des Bühnenfundamentes, das Einbringen der Wasserschale und natürlich die Aussaat des Rasens. Und es beginnt die notwendige Pflege zum Erhalt und Wachstum der Pflanzen. Erst kurz vor Beginn der BUGA-Eröffnung im April 2019 werden die weiteren Elemente, wie Schreib- und Kerzenwand, hölzerner Tisch, Glockenturm, Löffelskulptur und die Überdachung der Bühne aufgebaut.
Gemeinsames ökumenisches Projekt
Das gemeinsame ökumenische Projekt „Leben schmecken“ mit vielschichtigen Veranstaltungen tragen und gestalten die Evangelische Landeskirche Württemberg und die Kath. Diözese Rottenburg mit anderen christlichen Kirchen aus der Arbeitsgemeinschaft christliche Kirchen (ACK). Bewältigt werden soll das vielfältige Programm, an dem mehrere Projektteams schon seit Monaten arbeiten, auch durch ehrenamtlich Mitarbeitende als Ansprechpartner für die Besucherinnen und Besucher. Rund dreihundert Personen werden benötigt, um das für alle Altersgruppen geplante Programm  mit Beiträgen zu den Themen Schöpfung und Ernährung durchführen zu können. „Wir möchten damit die Erde als Garten Gottes ins Bewusstsein der Besucher rufen und werben mit diesem gemeinsamen Beitrag dafür, das Geschenk der Schöpfung und des Lebens anzunehmen, aber zugleich achtsam damit umzugehen“, betonen die Projektverantwortlichen Esther Sauer und Peter Seitz.
Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de. Wer während der BUGA mitgestalten möchte, kann sich auch direkt an Esther Sauer, Evang. Projektleitung, Tel. 07131 99101 – 20, Mail esther.sauer@elkw.de, sowie Peter Seitz, Kath. Projektleitung, Tel. 07131 2086142, Mail peter.seitz@drs.de, wenden.
Geländeplanung


Februar 2018

Mutige architektonische Entwürfe  eines Bühnendaches für “Kirche auf der BUGA”

– Entscheidung noch offen

Eine nicht-alltägliche Lösung einer Bühnenüberdachung für einen besonderen Beitrag der Kirchen für eine außergewöhnliche Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn – dies war der Ansatz für die Zusammenarbeit des Projektes „Kirche auf der BUGA“ mit der Technischen Hochschule Stuttgart. Ergebnis sind fünf architektonische Entwürfe, teils mit experimentellem Ansatz, überwiegend nachhaltig und auch eng mit dem Motto „Leben schmecken“ des Kirchenauftritts verknüpft, entwickelt von elf Studentinnen und Studenten als viermonatige Semesterarbeit im Master-Studium. Begleitet wurde das Projekt von den beiden Professoren Stefan Zimmermann (Fachgebiet Tragwerkslehre) und Ralf Petersen (Fachgebiet Baukonstruktion und Entwurf) der Fakultät Architektur und Gestaltung der Hochschule. Offen ist, ob eines der Modelle Realität wird oder doch eine einfache Lösung gebaut wird. Denn auch für den favorisierten Entwurf einer frei geformten Holzgitterschalenkonstruktion sind Machbarkeit und Kosten nicht abschließend geklärt.
Ein Sommerhut war die erste Anregung eines Dreierteams für seinen Ent-wurf, der in der Erarbeitungsphase zu einer welligen Schale mutierte – und jetzt als einziger Entwurf weiterverfolgt wird. Ein leichtes Dach im Stil der Multihalle von Frei Otto, einer Mehrzweckhalle im Mannheimer Herzogenriedpark, die zur Bundesgartenschau 1975 errichtet wurde. Bis heute ist diese die größte frei geformte Holzgitterschalenkonstruktion der Welt.
Deutlich kleiner wäre diese Holzgitterkonstruktion für Heilbronn, die eine angenehme Leichtigkeit für das Umfeld und ein gutes Raumgefühl im In-nern und damit auch Geborgenheit ausstrahlt. Durch die Nutzung von Kie-fernholzlatten und einem ausgeklügelten Verbindungssystem der Latten, spiegelt dieses Modell einen nachhaltigen ökologischen und ökonomischen Hintergrund wider.
„Beeindruckende Ergebnisse und überraschende Weiterentwicklungen“ konstatierte das Auswahlgremium den Entwürfen, für viele war jedoch  ein enges Zeitfenster für die Umsetzung sowie ein begrenztes Budget das Ausschlusskriterium.
So wurde auch die Holzkonstruktion einer hyperbolischen Paraboloidschale, kurz HP-Schale genannt, verworfen. Bei dieser Sonderform im modernen Dachbau handelt sich um eine regelmäßig doppelt-gekrümmte Fläche, die sowohl Hyperbeln und Parabeln als auch Geraden enthält.
Experimentell und überaus beeindruckend war ein weiterer Ansatz mit Modulen aus jeweils drei Getränkekästen. Insgesamt etwa 4.000 dieser Kästen müssten verbunden und verbaut werden – die nach Ende der BUGA wieder ihrem originären Nutzen zugeführt hätten werden können. Da aber für diesen mutigen Bau nach Einschätzung der Fachleute noch intensive Ingenieurleistungen zu erwarten sind, war auch dieser vom Tisch.
Sehr interessant fanden die Juroren auch ein Modell aus Layher-Gerüststangen mit Polycarbonatplatten, die zum einen Schutz bieten, zum anderen auch für Farb- und Schattenspiele sorgen würden. Durch sein Netz aus vertikalen und diagonalen Stäben wirkt es in seiner Formgebung sehr differenziert und schafft unterschiedliche Einblicke und Erlebnisräume.
Ein Team griff für seinen Entwurf das natürliche Blatt und seine Vergänglichkeit auf: Drei große Blätter als Dach für die Bühne, ein kleineres eingerolltes Blatt für einen Tisch, und ein in sich gewundenes Blatt um eine Wasserschale. Die Träger sollten aus Stahl sein, als Material für die Blattflächen war ein Weidengeflecht vorgesehen. Doch auch für diesen beeindruckenden Entwurf war eine Realisierung bis Frühjahr 2019 einfach zu kurz.